Menopause
Die Menopause bezeichnet den Zeitpunkt der letzten natürlichen Monatsblutung und markiert damit das Ende der fruchtbaren Lebensphase einer Frau. Sie entsteht durch eine tiefgreifende hormonelle Umstellung, bei der die Eierstöcke immer weniger Östrogen und Progesteron produzieren und der Zyklus dauerhaft zum Stillstand kommt.
Behandlungsmöglichkeiten
Die Menopause ist eine natürliche Phase im Leben jeder Frau, die oft von körperlichen und emotionalen Veränderungen begleitet wird. Viele Frauen erleben in dieser Zeit Hitzewallungen, Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen oder Veränderungen der Haut und des Körpers. Diese Beschwerden können den Alltag erheblich beeinträchtigen und Fragen aufwerfen: Was passiert gerade mit meinem Körper? Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es? Und wie kann ich diese Phase so gesund und beschwerdefrei wie möglich gestalten?
Die Wechseljahre sind mehr als nur das Ende der Fruchtbarkeit. Sie markieren einen Lebensabschnitt, in dem der Körper hormonelle Veränderungen durchläuft, die individuell sehr unterschiedlich wahrgenommen werden. Während manche Frauen kaum Symptome spüren, leiden andere unter ausgeprägten Beschwerden, die ärztliche Unterstützung erfordern.
Sie sollten es nicht hinnehmen, dass Beschwerden und Symptome hormoneller Veränderungen Ihre Lebensqualität beeinträchtigen. Bei Fragen zu diagnostischen und therapeutischen Optionen stehe ich Ihnen gerne zu einer persönlichen und individuellen Online-Beratung zur Verfügung.
Symptome der Wechseljahre
Die häufigsten Symptome der Wechseljahre umfassen Hitzewallungen, Nachtschweiß, Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen und Trockenheit der Schleimhäute. Viele Frauen bemerken auch Gewichtszunahme, Hautveränderungen oder Gelenkbeschwerden. Diese Symptome entstehen durch den Abfall des Östrogenspiegels und können unterschiedlich stark ausgeprägt sein. Während manche Frauen nur leichte Beschwerden haben, sind andere im Alltag massiv eingeschränkt.
Die Diagnostik beginnt mit einem ausführlichen Gespräch über die individuellen Beschwerden, den Zyklusverlauf und die Krankengeschichte. Bei Bedarf werden Hormonuntersuchungen durchgeführt, um den Hormonstatus zu bestimmen. Auch andere Ursachen für die Beschwerden, wie Schilddrüsenstörungen oder andere Erkrankungen, sollten ausgeschlossen werden. Eine umfassende Diagnostik ist die Grundlage für eine maßgeschneiderte Behandlung.
Wenn Sie offene Fragen zu Ihrer individuellen Situation haben oder wenn Sie eine zweite Meinung zu möglichen Therapieoptionen suchen, stehe ich Ihnen hier gerne für eine ausführliche und persönliche Online-Beratung zur Seite.
Was Sie hier finden
Die Behandlungsmöglichkeiten in den Wechseljahren sind vielfältig und richten sich nach der individuellen Symptomatik und den persönlichen Wünschen. Die Hormonersatztherapie (HRT) kann bei starken Beschwerden wie Hitzewallungen oder Schlafstörungen sehr wirksam sein. Sie wird heute in niedrigster wirksamer Dosis und so kurz wie möglich eingesetzt, um Risiken zu minimieren. Neben der klassischen HRT gibt es auch bioidentische Hormone, lokale Östrogen-Präparate für vaginale Beschwerden und pflanzliche Alternativen.
Für Frauen, die keine Hormontherapie wünschen oder bei denen diese nicht in Frage kommt, stehen nicht-hormonelle Behandlungen zur Verfügung. Lebensstiländerungen wie regelmäßige Bewegung, ausgewogene Ernährung und Stressreduktion können Symptome lindern. Auch pflanzliche Präparate, Akupunktur oder psychologische Unterstützung können hilfreich sein. Die Wahl der Behandlung sollte immer individuell und nach ausführlicher Beratung erfolgen.
Die Wechseljahre betreffen nicht nur den Körper, sondern oft auch die Psyche. Gefühle von Trauer, Veränderung oder Unsicherheit sind normal.
Frühe Symptome

Frühe Symptome
Zunächst kaum merklich, werden die Prozesse der Eibläschen (Follikel)-Reifung verändert, und zwar zuerst sogar im Sinne einer beschleunigten Follikel-Reifung. Dies führt zunächst sogar zu häufigeren Ovulationen (Eisprüngen) und einer Verkürzung des Menstruationszyklus. Zusätzlich können bereits einige Jahre vor der eigentlichen Menopause typische Beschwerden des „Wechsels“ auftreten, wie Gesichtsröte, Hitzewallungen, Herzklopfen, plötzliche Schweißausbrüche. Wenn derartige Beschwerden Ihre Lebensqualität beeinträchtigen stehe ich Ihnen gerne mit einem persönlichen Online-Gespräch zu Seite.

Klimakterische Beschwerden

Klimakterische Beschwerden
Die zunehmende Erschöpfung der Eierstöcke und die resultierende hormonelle Umstellung führt bei zwei von drei Frauen zu vielfältigen, mehr oder weniger ausgeprägten „klimakterischen Beschwerden“ – Hitzewallungen, Schweißausbrüche, oft im Wechsel mit Frösteln, Herzklopfen, Schlafstörungen, Konzentrationsstörungen, Muskelverspannungen und Gelenksbeschwerden – um nur einige häufige zu nennen. Auch die Stimmung kann beeinträchtigt sein – meistens im Sinne einer Melancholie, Traurigkeit oder Depression, dabei oft auch eine plötzliche Antriebsschwäche. Diese Beschwerden sind im Alltags- und Berufsleben meist außerordentlich belastend und beeinträchtigen entsprechend der Lebensqualität. Zudem halten klimakterische Beschwerden oft über viele Jahre an, meist deutlich länger als zunächst vermutet. Es ist also dringend ratsam, nicht einfach „durchzuhalten“ oder „die Zähne zusammen zu beißen“, bis die Beschwerden „von selbst“ vorüber gehen. Man sollte unter keinen Umständen wertvolle Lebensjahre mit eingeschränkter Lebensqualität verstreichen lassen. Dies vor allem auch, da es mittlerweile für jede betroffene Frau wirksame und sichere Therapieoptionen gibt – keineswegs immer nur hormoneller Art. Zögern Sie also nicht und informieren sie sich, suchen sie Rat – bei Bedarf sehr gerne im persönlichen Online-Gespräch mit mir.
Langfristige Gesundheitsrisiken

Langfristige Gesundheitsrisiken
In einer weiter fortgeschrittenen Phase der post-Menopause (die Jahre nach der eigentlichen Menopause) führt der dauerhafte Mangel an weiblichen Hormonen, vor allem dem Estrogen häufig zu einer erhöhten Verletzlichkeit von Schleimhäuten mit der Folge entzündlicher Veränderungen, oft auch Blasenprobleme und gehäuften Harnwegsinfekten. Nicht selten führt dies auch zu Schmerzen beim Sex. Hier kann man eine sehr effektive Linderung erreichen durch entsprechende lokale Cremes oder Zäpfchen, am besten mit dem lediglich lokal wirksamen Estriol. Diese Estrogen-Form wirkt nur lokal, wird aber nicht in den Blutkreislauf aufgenommen.
Längerfristig kann der chronische Mangel an Estrogenen schleichend auch zu anderen, teils sehr schwerwiegenden körperlichen Problemen führen: (1) der Verminderung der Knochenstabilität, welche die langfristig die Brüchigkeit der Knochen erhöht (Osteoporose). (2) der Veränderung der Gefäßgesundheit, welche das Risiko für Durchblutungsstörungen und Herz-Kreislauferkrankungen erhöht. (3) zentralnervöse Probleme, Energie-Mangel, Konzentrationsstörungen, zunehmender Vergesslichkeit – teilweise auch eine Folge des postmenopausalen Hormonmangels.
Zusammenfassend ist es aus vielfältigen Gründen dringend ratsam, die kurzfristigen und langfristigen hormonellen Herausforderungen der Peri- und Post-Menopause sorgfältig im Auge zu behalten und zu begleiten. Dies umso mehr, als es für alle medizinische Probleme eine Vielzahl an wirksamen uns sicheren Therapieoptionen gibt. Dabei ist allerdings stets die sorgfältige und individuelle Kenntnis und Bewertung vielfältiger Einzelfaktoren von großer Bedeutung. Bei Bedarf stehe ich Ihnen dazu mit einer ausführlichen Online-Beratung zur Seite. Unter den Menüpunkten „Termine“ und „Kontakt“ finden Sie alle Details, wie Sie einen persönlichen Online-Termin mit mir vereinbaren können.

FAQ
Die Menopause bezeichnet den Zeitpunkt der letzten natürlichen Monatsblutung und markiert das Ende der fruchtbaren Lebensphase. Sie entsteht durch hormonelle Umstellungen, bei denen die Eierstöcke weniger Östrogen und Progesteron produzieren.
Typische Symptome sind Hitzewallungen, Schweißausbrüche, Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen, Trockenheit der Schleimhäute und Veränderungen der Haut. Die Intensität variiert individuell stark.
Die Wechseljahre beginnen meist zwischen dem 45. und 55. Lebensjahr. Erste Symptome können bereits Jahre vor der eigentlichen Menopause auftreten, wenn die Hormonproduktion allmählich nachlässt.
Die Hormonersatztherapie (HRT) gleicht den Mangel an Östrogen und Progesteron aus. Sie kann Wechseljahresbeschwerden wirksam lindern und langfristige Gesundheitsrisiken wie Osteoporose reduzieren. Die Therapie sollte individuell angepasst werden.
Langfristig kann Östrogenmangel zu Osteoporose (Knochenschwund), Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Harninkontinenz führen. Eine rechtzeitige Behandlung kann diese Risiken erheblich verringern und die Lebensqualität verbessern.
Neben der Hormonersatztherapie gibt es pflanzliche Präparate (Phytoöstrogene), Lebensstiländerungen (Ernährung, Sport), Entspannungstechniken und bei Bedarf lokale Behandlungen. Die Wahl hängt von den individuellen Beschwerden ab.
in den Eierstöcken wird ganz überwiegend das Ring-Molekül 17-beta Estradiol gebildet. Die vielfältigen Effekte dieses körpereigenen, „natürlichen“ Estrogens werden durch Bindung an die Estradiol-Rezeptoren Alpha und Beta vermittelt und diese Rezeptoren kommen in unterschiedlicher Ausprägung in allen möglichen Körperregionen und an zahlreichen Geweben vor. Damit werden die vielfältigen Estrogen-Effekte an den unterschiedlichsten körperlichen und psychischen Funktionen verständlich. Neben dem 17-beta-Estradiol gibt es eine Reihe weiterer körpereigener, also „natürlicher“ Estrogene (Estron, Estriol, usw), die sich allerdings in Wirkungsstärke und Bindungsverhalten an Estrogen-Rezeptoren sowie in weiteren Detail-Eigenschaften (Verstoffwechselung, Inaktivierung etc) jeweils unterscheiden. Wesentlichen Einfluss auf die verschiedenen Effekte der Estrogene haben auch Dosierung und Applikationsart – also die Gabe als Tablette, Creme, Pflaster, Scheidenring oder Spray. Neben den körpereigenen Estrogenen gibt es auch chemisch veränderte Estrogen-artige Substanzen, welche sich von körpereigenen, bioidentischen Estrogenen in Inaktivierungs-, Bindungs-Verhalten und in der Stimulation der Estrogen-Rezeptoren unterscheiden. Diese besonderen Eigenschaften können teilweise für besondere medizinische Konstellationen genutzt werden – etwa in Verhütungs-Pillen oder bei Erkrankungen, welche von einer teilweisen Hemmung der Estrogen-Wirkung profitieren (z.B. Endomtriose, Brustkrebs). Ein weiteres wichtiges, körpereigenes Sexualhormon geschlechtsreifer Frauen ist das Progesteron. Es wird ganz überwiegend in gesprungenen (ovulierten) Eibläschen und damit vor allem in der zweiten Zyklushälfte gebildet und es bewirkt wesentlich die Einpflanzungsfähigkeit der Gebärmutterschleimhaut für Embryo und Frühschwangerschaft. Progesteron bindet und stimuliert die beiden Hauptformen des Progesteron-Rezeptors (PR-A und PR-B) – und dies wird in teilweise unterschiedlicher Form auch erreicht durch chemisch erzeugte Progesteron-artige Hormone – die sogenannten Gestagene. Während Progesteron praktisch nur PR-A und PR-B bindet, können die unterschiedlichen Arten von Gestagenen zusätzlich auch weitere Hormon-Rezeptoren (Estrogen-, Androgen-, Aldosteron-, Hydrocortison-Rezeptoren) binden, stimulieren und teilweise auch hemmen. Tatsächlich kann die Auswahl des „richtigen“ Gestagens in einer konkreten klinischen Situation gegenüber dem natürlichen, bioidentischen Progesteron sehr günstige, womöglich aber auch ungünstige Zusatzeffekte zeigen. Darüber hinaus ist vor allem bei der menopausalen Hormontherapie eine ausreichend lange und ausreichend dosierte Gestagen-Gabe von großer Bedeutung. Tatsächlich kann ein zu wenig oder zu kurz von Progesteron oder anderer Gestagene zu Blutungsstörungen und sogar zu einem erhöhten Krebsrisiko der Gebärmutterschleimhaut führen. Die richtige Applikationsart und die ausreichende Dosierung ist besonders für das bioidentische Progesteron besonders herausfordernd, denn dieses Gestagen erfordert als Tablette besonders hohe Dosen um ausreichende Wirkspiegel zu erreichen und über die Haut gelingt es nicht, ausreichend sichere Wirkspiegel zu erreichen.
Zusammenfassend hat die medikamentöse Nutzung des bioidentischen 17-beta-Ertradiols einige pharmakologische Vorteile und geringere Nebenwirkungen als chemisch veränderte Estrogene. Letztere kommen vor allem bei besonderen Indikationen infrage, bei denen „naturidentische“ Estrogene nicht oder nicht ausreichend wirksam sind.
Das primäre „naturidentische“ Gestagen - das Progesteron – kann über den Magen-Darm-Trakt nur in relativ hohen Dosen in ausreichender Konzentration aufgenommen werden, um die Gebärmutterschleimhaut längerfristig vor eine Entartung zu schützen. Über die Haut – also als Pflaster oder als Creme – ist Progesteron praktisch immer nicht ausreichend dosiert, so dass mit derartigen Rezepturen eine erhöhtes Risiko für Gebärmutterschleimthaut-Krebs droht. Entsprechend werden in Hormon-Pflastern chemisch veränderte Gestagene genutzt, um ausreichend sichere Konzentrationen für die Gebärmutter-Schleimhaut zu erreichen. Darüber hinaus haben chemisch veränderte Gestagene zusätzliche Effekte, die gegenüber Progesteron für einige Frauen deutliche Vorteile bieten – etwa eine Verminderung der Effekte männlicher Hormone (Androgene) oder auch ausschwemmende Effekte (anti-Aldosteron-Effekte). Zur umsichtigen Nutzung dieser Gestagenen-Nebeneffekte bei gleichzeitiger Vermeidung möglicher Risiken und Nebenwirkungen einzelner Gestagene sollten Sie sich des Rats entsprechend spezialisierter FrauenärztInnen versichern.
Kühle Räume, Atemtechniken, Vermeidung von Triggern (scharfes Essen, Alkohol, Kaffee) und leichte Kleidung können helfen. Bei starken Beschwerden kann eine Hormontherapie sinnvoll sein.
Regelmäßige Schlafenszeiten, kühles Schlafzimmer, Verzicht auf Bildschirme vor dem Schlafen und Entspannungsübungen helfen. Bei anhaltenden Problemen kann eine ärztliche Behandlung notwendig sein.
Viele Frauen nehmen in den Wechseljahren zu, da sich der Stoffwechsel verlangsamt. Regelmäßige Bewegung, ausgewogene Ernährung und Krafttraining können helfen, das Gewicht zu halten.
Stimmungsschwankungen, Reizbarkeit und depressive Verstimmungen sind häufig. Hormonelle Veränderungen, Schlafmangel und Lebensumstände tragen dazu bei. Unterstützung durch Gespräche und Therapie kann helfen.
Bei starken Beschwerden, anhaltenden Blutungen nach der Menopause, plötzlichen Veränderungen oder Unsicherheit sollten Sie ärztlichen Rat einholen. Eine individuelle Beratung hilft, die beste Behandlung zu finden.
Lokale Östrogengele oder -zäpfchen, Gleitmittel und Feuchtigkeitsspendende Cremes helfen bei Scheidentrockenheit. Bei anhaltenden Beschwerden kann eine ärztliche Beratung sinnvoll sein.