Impressionen aus meiner Arbeit

Über mehr als zwei Jahrzehnte habe ich das Hormon- und Kinderwunschzentrum der LMU München geleitet. In dieser Zeit durfte ich zahlreiche ärztliche und embryologische Kolleginnen und Kollegen ausbilden und begleiten. Durch meine aktive Mitarbeit in nationalen und internationalen klinisch-wissenschaftlichen Gesellschaften und Kommissionen verfüge ich heute über ein starkes und komplexes Netzwerk, das ich bei Bedarf auch für Sie einsetzen kann.
Auf dieser Seite finden Sie Impressionen und Auszüge aus meiner Arbeit im Bereich Kinderwunsch. Mein Ziel ist es, Paaren und Einzelpersonen mit Kinderwunsch medizinisch fundierte Unterstützung, individuelle Beratung und langjährige Erfahrung zur Verfügung zu stellen.
Fruchtbarkeitskongress
In diesem Video habe ich sehr ausführlich über die natürliche Fruchtbarkeit sowie über diagnostische und therapeutische Optionen bei nicht erfülltem Kinderwunsch gesprochen.
Podcast für das Familienministerium
Im nachfolgenden Interview für das Bundesfamilienministerium habe ich ausführlich zum Problem des gehäuften Einpflanzungsversagens im Rahmen der Kinderwunschtherapie genommen, sowie zu möglichen diagnostischen und therapeutischen Optionen Stellung.
Zyklusmonitoring 2.0: Schneller schwanger durch „Fertility Awareness“
Die Schwangerschaftschance schwankt innerhalb eines Menstruationszyklus deutlich:
In Bezug auf den Eisprung (Ovulation) sind in der Regel maximal 4–5 Tage davor und bis zu 1 Tag danach fruchtbar – insgesamt also etwa 5–6 fruchtbare Tage. Auch innerhalb dieses Fensters ist die Chance nicht an jedem Tag gleich hoch.
Diese Kenntnisse lassen sich gezielt nutzen, wenn Sie eine Schwangerschaft planen.
Unter dem Begriff „Zyklusmonitoring“ beziehungsweise „Fertility Awareness“
werden unterschiedliche – teils einfache, teils aufwändigere – Verfahren zusammengefasst, um den
Zeitpunkt des Eisprungs möglichst zuverlässig abzuschätzen.
Methoden des Zyklusmonitorings (Überblick)
- Kalendermethode: grobe Orientierung über Zykluslänge und typische Ovulationszeitpunkte.
- Basaltemperatur: tägliche Messung nach dem Aufwachen; der Temperaturanstieg zeigt den
bereits erfolgten Eisprung an. - Zervixschleim-/Muttermundbeobachtung: qualitative Beurteilung der
Schleimveränderungen (spinnbar, klar) als Hinweis auf die bevorstehende Ovulation. - LH-Ovulationstests (Urin): Nachweis des LH-Anstiegs
24–36 Stunden vor dem Eisprung. - Kombinations-Apps/Wearables: Auswertung von Temperatur, Puls, Atem-/Schlafdaten und Symptomen.
- Hormonmonitoring (z. B. Estradiol/LH im Heimtest oder Labor): präzisere Fensterbestimmung.
- Ultraschall (ärztlich): follikuläres Monitoring als Goldstandard bei Kinderwunschtherapie.
Mein Fazit
Eine kombinierte Anwendung aus Beobachtung (Zervixschleim), Basaltemperatur und LH-Tests liefert in der Praxis oft die beste Balance aus Aufwand und Verlässlichkeit. Für Paare mit längerer Wartezeit oder unregelmäßigen Zyklen kann ein ärztlich begleitetes Monitoring (inklusive Ultraschall/Hormone) die Trefferquote weiter erhöhen.
Bei Interesse zu Fertility Awareness können Sie hier auch gerne ein PDF Dokument von mir downloaden.
Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe e.V. – Interview für Studierende
Als langjähriges Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) teile ich in diesem Interview meine Begeisterung für den Schwerpunkt Gynäkologische Endokrinologie und Reproduktionsmedizin.
Meine persönlichen Worte zeigen, mit welcher Hingabe und Begeisterung ich mich seit Jahrzehnten für dieses Spezialgebiet engagiere. Besonders am Herzen liegt mir dabei, Patientinnen und Paare mit unerfülltem Kinderwunsch medizinisch fundiert und menschlich zu begleiten.
Dieses Engagement ist nicht nur Ausdruck meiner fachlichen Leidenschaft, sondern auch meiner Überzeugung, dass moderne Reproduktionsmedizin in enger Verbindung mit ärztlicher Verantwortung und Empathie stehen sollte – sowohl in der Betreuung von Ratsuchenden als auch in der Ausbildung junger Kolleginnen und Kollegen.
Unterschiede der Estrogentherapie: oral vs. transdermal
Als langjähriges Vorstandsmitglied der Deutschen Menopause Gesellschaft (DMG)
engagiere ich mich seit vielen Jahren für eine optimale Hormontherapie betroffener Patientinnen.
In diesem Interview erkläre ich die grundsätzlichen Unterschiede bei der Gabe
bioidentischer Hormone – sei es in Form der oralen Einnahme von Tabletten
oder über die transdermale Anwendung mittels Gel oder Pflaster.
Ziel ist es, die jeweiligen Vor- und Nachteile verständlich und praxisnah darzustellen.
Bei individuellen Fragen zu hormonellen Beschwerden oder speziell zur menopausalen Hormontherapie stehe ich Ihnen gerne im Rahmen einer ausführlichen und unabhängigen Online-Konsultation zur Verfügung.
Fertilitätsprotektion vor einer Krebsbehandlung
Die Therapie von Krebserkrankungen sowie bestimmten chronischen autoimmunen
und rheumatologischen Erkrankungen kann die Zahl und Funktion der
weiblichen und männlichen Keimzellen (Eizellen und Spermien) erheblich beeinträchtigen.
Nach einer Chemo- oder Strahlentherapie droht deshalb nicht selten eine teilweise oder sogar
vollständige Unfruchtbarkeit.
Durch moderne Methoden wie die Hormonstimulation mit Eizellgewinnung und Kryokonservierung,
das Einfrieren von Spermien oder – in speziellen Fällen – das
Kryokonservieren von Eierstock- oder Hodengewebe lassen sich die negativen Effekte von
Chemo- und Bestrahlungstherapien heute deutlich reduzieren oder sogar vermeiden.
Entscheidend ist dabei eine frühzeitige Beratung und Planung.
Mit meinem universitären LMU-Kinderwunschzentrum habe ich in den vergangenen Jahren
zahlreiche Patientinnen und Patienten vor, während und nach einer Krebsbehandlung beraten
und betreut.
M4-Award für BIOspire – unter Beteiligung des Hormon- & Kinderwunschzentrums der LMU
Zu den fünf diesjährigen Preisträgern des M4-Award – einem Vorgründungswettbewerb,
gefördert durch das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie –
gehört das Projekt BIOspire der Universität der Bundeswehr München.
An diesem zukunftsweisenden Projekt sind auch Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der
Frauenklinik der LMU beteiligt, darunter Dr. Dimitra Makri, Dr. Viktoria von Schönfeldt
und ich, Prof. C. J. Thaler.
Der Preis ist mit 500.000 € pro Siegerteam dotiert und richtet sich an
akademische Forschungsprojekte mit hohem Ausgründungspotenzial im Bereich Biomedizin.
Die Fördermittel sollen für die Weiterentwicklung und Validierung der Projektideen genutzt werden,
um den Weg zu einer Ausgründung vorzubereiten.
Konkret plant unser Team am LMU-Kinderwunschzentrum, mithilfe von BIOspire die
optimal befruchtungsfähigen Spermien zu identifizieren, um diese im Rahmen von
assistierten Fortpflanzungstechniken einsetzen zu können.
Bei Fragen zu diesem Forschungsprojekt oder zu weiteren Themen der Reproduktionsmedizin freue ich mich
auf Ihre Kontaktaufnahme.